Netzwerk-Kabel


Kabelspezifikationen:

Die Spezifikationen von Kabeln werden in 3 Teilen angegeben.
10 Base5
BandbreiteBasisband/Breitbandmax. Segmentlänge | Kabelart


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Kabelspezifikationen
BezeichnungÜbertragungs- geschwindigketEinsatz-ort / Topologiemax. Segment-längeStationen pro SegmentKabeltypmax. Gesamt- länge
10Base210 MbpsEthernet / Bus185m3050 Ohm Kabel925m
10Base510 MbpsEthernet / Bus500m10050 Ohm Kabel (Koaxial)2,5km
10BaseT10 MbpsEthernet / Stern100m1024UTP Kabel100m
10BaseFL10 MbpsEthernet- Backbone / Stern2km1024Glasfaserkabel2km
100BaseT100 MbpsEthernet / Stern100m1024UTP Kabel100m
100BaseT4100 MbpsEthernet / Stern100m1024UTP Kabel Kat.3,4 u. 5100m
100BaseTX100 MbpsEthernet / Stern100m1024UTP / STP Kabel Kat. 5100m
100BaseFX100 MbpsFDDI u. CDDI / Stern100m1024Glasfaserkabel100m







  • Koaxialkabel:

    Kupferkabel (Koaxialkabel)
    KabeltypImpedanzAnwendung
    RG-58/U53,5 OhmEthernet
    RG-58A/U50 Ohm10Base2
    RG-58C/U50 Ohm10Base2
    RG-5975 OhmKabelfernsehen
    RG-6293 OhmARCnet

    Koaxialkabel bestehen aus einem Kupferleiter im Inneren des Kabels und einem Außenleiters, der das diesen Kupferleiter umschließt. Außen- und Innenleiter sind von einander isoliert. Der Außenleiter wird geerdet, dadurch wird das Kabel gegenüber der Erde spannungsungleich. Man spricht hier von unsymetrischen Leitungen.

    Koaxialkabel

    Nur zwischen Außen- und Innenleiter ensteht ein magnetisches Feld, wenn eine Spannung auf dem Kabel angelegt wird. Außerhalb des Kabels können keine magnetischen Störfelder entstehen.



    Kabelmeister




  • Twisted Pair:

    Kupferkabel (Twistet Pair)
    KabeltypSpezifikationmax. FrequenzImpedanzAnwendung
    STPIBM Typ 1/920 MHz150 Ohm4 und 16MBit Token Ring
    UTP-1EIA/TIA-568 Kat.1100 kHz100 Ohm Sprachübertragung (analog)
    UTP-2EIA/TIA-568 Kat.2100 kHz100 OhmIBM-Verkabelung Typ 3 (Voice)
    UTP-3EIA/TIA-568 Kat.316 MHz100 OhmISDN, 10BaseT, 100BaseT4, 100VG - AnyLAN
    UTP-4EIA/TIA-568 Kat.420 MHz 100 Ohm16MBit Token Ring
    UTP-5EIA/TIA-568 Kat.5100 MHz100 Ohm100BaseT, SONET, SOH
    UTP-6Kat.6200 MHz 155MBit - ATM, ohne Spezifikation
    UTP-7Kat.7600 MHz 622MBit - ATM, Gigabit-Ethernet, ohne Spezifikation


    • U/UTP - Unscreened Unshielded Twisted Pair:
      U/UTP Kabel bestehen aus einem Kunststoffmantel außen und verdrillten Aderpaaren innen. Der wesentliche Vorteil der U/UTP-Verkabelung liegt darin, dass diese kostengünstig hergestellt werden können, da sie sehr einfach aufgebaut sind. Außerdem zeichnen sich diese Kabel durch ihre Flexibilität aus.

    • S/UTP - Screened Unshielded Twisted Pair:
      S/UTP Kabel unterscheiden sich von den U/UTP Kabeln darin, dass sich zwischen dem Kunststoffmanteln und den verdrillten Adernpaaren eine Schirmung aus Aluminiumfolie oder Kupfergeflecht befindet. S/UTP Kabel haben eine höhere Qualität.

    • S/STP - Screened Shielded Twisted Pair:
      S/STP Kabel haben die höchste Qualität der Twisted Pair Kabel. Zusätzlich zur Aluminium- oder Kupferabschirmung besitzen S/STP Kabel eine Aluminiumschutzfolie um die einzelnen Adernpaare. Diese sind somit nach außen doppelt abgeschirmt. S/STP Kabel sind jedoch schwieriger zu verlegen, da sie weniger flexibel sind.

    • STP - Shielded Twisted Pair:
      STP bezeichnt eine Kabeigattung mit Gesamtschirmungohne weitere Spezifikation.

    • FTP - Foileshielded Twisted Pair:
      FTP-Kabel besitzen zur Abschirmung einenGesamtschirm, meistens aus einer alukaschierten Kunststoff-Folie.

    • S/FTP - Screened/Foileshielded Twisted Pair:
      S/FTP-Kabel sind heute Stand der Technik bei der Verkabetung von UTP-Dosen. Der Aufbau besteht aus einem Gesamtschirm aus alukaschierter Polyesterfolie und einem darüberliegendenKupfergeflecht. Gute Kabel erreichen eine Störleistungsunterdrückung über 70 dB.

    • ITP - Industrial Twisted Pair:
      ITP ist die industrielle Variante von S/STP. Während typische Netzwerkadern vier Adernpaare besitzen, beschränkt sich ITP auf zwei Paare.




  • Steckerbelegung und Adernfarben bei Twisted Pair:

    Der Standard DIN EN 50173 regelt die Kabelbelegung bei Kupferkabeln:
    NetzwerktypAdernpaare
    Token Ring1 und 3
    10BaseT2 und 3
    100BaseTX2 und 3
    100BaseT41,2,3 und 4
    VG-Anylan1,2,3 und 4
    ISDN1 und 3
    ATM2 und 4
    TP-PMD2 und 4
    AS 4001
    IBM 32702


    Adernfarben:

    Die Adernpaare sind farblich kodiert: Bei einem Paar ist jeweils der Mantel einer Ader volleingefärbt, bei der zweiten Ader wechseln sich gefärbte sowie weiße Abschnitte ab.Festgelegt sind die vier Farben Grün, Blau, Orange und Braun. Die folgende Farbkodierung wird für RJ-45 Stecker verwendet:

    Pin 1:   Weiß/Orange
    Pin 2:   Orange
    Pin 3:   Weiß/Grün
    Pin 4:   Blau
    Pin 5:   Weiß/Blau
    Pin 6:   Grün
    Pin 7:   Weiß/Braun
    Pin 6:   Braun




  • Glasfaserkabel:

    Glasfaserkabel
    KabeltypDurchmesser(Kern | Gesamt)Anwendung
    Multimode mit Stufenprofil100 bis 400 µm/200 bis 500 µmEntfernungen unter 1 km
    Multimode mit Gradientenprofil50 µm/125 µmLAN, Backbone, ATM(655 MHz) in Europa
    Multimode mit Gradientenprofil62,5 µm/125 µmLAN, Backbone, ATM(655 MHz) in den USA
    Singlemode mit Stufenprofil8 µm/125 µmTelefongesellschaften


    Lichtwellenleiter sind Übertragungsmedien, bei denen elektrische Signale in Lichtsignale umgewandelt werden. Über Glas-, Kuststoff- oder Quarzfasern wird das Licht in Form von Photonen transportiert. Auf diese Weise können große Distanzen überbrückt werden. Beim Empfänger werden die Lichtsignale von lichtempfindlichen Signalwandler wieder in elektrische Signale umgewandelt.

    Licht existiert in den unterschiedlichsten spektralen Farben, das bedeutet, jede Farbe wird einer bestimmten Frequenz der elektromagnetischen Welle zugeordnet (Frequenzmultiplexing). Durch diese unterschiedlichen Frequenzen lassen sich mehrere Datenkanäle gleichzeitig auf einem Medium einrichten.

    Glasfaserkabel bestehen aus einem Innenleiter aus Glas bzw. Kunstoff. Dieser Innenleiter wird auch als Kern bezeichnet. Dieser Kern wird von einem Glas- oder Kuststoffmantel (Cladding) und mehreren Ummantelungen zum Schutz vor mechanischer Belastung umhüllt. Für den Kern wird optisch dichteres Material verwendet verwendet, so hat das Licht eine geringere Ausbreitungsgeschwindigkeit als beim Glasmantel. Die gesendeten Lichtsignale werden durch Reflektion weitergeleitet und haben eine Wellenlänge von 830nm oder 1300nm. Das Licht hat nahezu keine Möglichkeit den Mantel zu durchdringen, was eine fas verlustfreie Übertragung garantiert.

    Die Übertragung in Glasfaserkabeln erfolgt nur in eine Richtung (Simplex). Für die Übertragung in die Gegenrichtung benötigt man unbedingt eine zweite Faser. Glasfaserkabel sind gegenüber elektromagnetischer Strahlung unempfindlich, da hier keine Elektronen fließen. Diese Technik gilt außerdem als abhörsicher und ist sehr hitzebeständig und reagiert kaum auf Witterungseinflüsse. LWL-Kabel sind leicht zu verlegen und sehr flexibel, allerdings sind die Kosten relativ hoch.

    Bei Glasfaserkabeln werden 3 Typen unterschieden:

    • Singlemodenfasern:
      Singlemode oder Monomode ist eine Bauform für Glasfaserkabel, mit einem geringen Kerndurchmesser (5 bis 9 µm) und einem deutlich dickeren Mantel (100 µm). Die Singlemode-Technik kommt bei der Verkabelung über große Strecken zum Einsatz.

    • Multimodenfasern mit Gradientenprofil:
      Multimodenfasern mit Gradientenprofil haben einen Durchmesser von 50 µm. In Gradientenfasern nimmt die optische Dichte des Kerns der Faser von der Mitte zu den Rändern kontinuierlich ab. Durch sie werden mehrere Lichtwellen gleichzeitig geleitet. Das Signal wird an den Wänden der Faser weich reflektiert. Multimodenfasern mit Gradientenprofil werden weitgehend zur Verbindung von Gebäuden und Etagen eingesetzt.

    • Multimodenfasern mit Stufenprofil:
      Multimodenfasern mit Stufenprofil sind die älteste Form der Lichtwellenleiter und haben einen Durchmesser von 200 µm. Das Ausgangssignal ist hier schwächer, weil das Licht an den Wänden hart reflektiert wird. Bei diesen Kabeln ist die Brechzahl im Kern des Leiters über den gesamten Querschnitt gleich und im Cladding eine Stufe tiefer. Diese Technik ist nicht für die Übertragung über weite Strecken gedacht, sondern wird eher zum Patchen in Server-Schränken eingesetzt.





  • Schwingungen:

    Eine häufige Ursache für Schwingungen sind extrem lange Kabelstrecken, die wie eine Antenne wirken. Dabei nimmt das Stromversorgungskabel alle möglichen Störungen wie eine Antenne auf, sodass sich unerwünschte Schwingungen (das eigentliche Sinussignal wird stark verfälscht) ergeben. Solche Probleme lassen sich zum einen durch bessere Abschirmung des Kabels, bzw. der einzelnen Adernpaare vermeiden. Allerdings verhindert man Schwingungen auf dem Kabel am Besten durch kürzere Segmente und das Zwischenschalten von Repeatern und Hubs.


Siehe auch: Wireless LAN