IPv6 - Internet Protocol Version 6IPv6 steht für "Internet Protocol Version 6", es ist die nächste Generation der Adressierung von Rechnern im Internet. Entwickelt wurde das IPv6 vom IETF (Internet Engineering Task Force). Das aktuelle IPv4 soll durch IPv6 abgelöst werden. IPv4 ist ca. seit 20 Jahren unangefochtener Standard für die logische Adressierung von Computersystemen in einem Netzwerk. Das IPv4 besteht aus 4 Oktetten zu je 8 Bit. Damit lassen sich theoretisch etwa 4 Millarden Adressen vergeben. Allerdings sind IPv4 Adressen in Klassen unterteilt und unterliegen noch einigen anderen Einschränkungen. Daher ist der IPv4 Adressraum beinahe erschöpft. Zwar versucht man durch dynamische Vergabe von IP-Adressen das Problem einzugrenzen, doch trotzdem ist die Adressknappheit vor allem in Asien ein großes Problem. Der CLass-C Adressraum ist für Firmen oft zu klein, weshalb Class-B Adressen vergeben werden. Hier versucht man das Problem durch Subnetting zu lösen. Auch dieser Lösungsansatz reicht jedoch nicht aus, wenn man sich das Wachstum des Internet ansieht und bedenkt, das vielleicht bald jeder Kühlschrank und jeder Fernseher ebenfalls über IP adressiert werden soll. Mehr zu IPv4. Die einzig wahre Lösung ist ein völlig neues Konzept. IPv6 besteht nicht aus 32Bit sondern aus 128Bit und wird nicht dezimal sondern hexadezimal geschrieben. Damit gibt es ca. 3,4 x 1038 mögliche IPv6 Adressen. Als Trennzeichen wird hier kein Punkt, sondern ein Doppelpunkt nach jedem 16 bit Block verwendet. 1 Hex- Zahl = 4 Bit 4 Hex- Zahlen = 16 Bit 32 Hex- Zahlen = 128 Bit Ein gültige IPv6 Adresse ist also die Folgende: 3ffe:ffdd:0121:f304:0410:a4f3:ffe2:9765 Der Vereinfachung halber können führende Nullen jedes 16 bit-Blocks weggelassen werden: 3ffe:ffdd:121:f304:410:a4f3:ffe2:9765 Eine Sequenz von 16 bit-Blöcken, die nur Nullen enthaltet, kann weggelassen werden, sodass zwei Doppelpunkte aufeinader folgen. Der Computer füllt diesen Teil dann selbständig mit der nötigen Anzahl an Nullen auf. Damit eindeutig ist, wo mit wievielen Nullen aufgefüllt werden muss, darf diese Zeichenfolge nur einmal in der IP-Adresse vorhanden sein. Eine solche Adresse könnte dann beispielsweise so aussehen: Die Adresse 3ffe:ffdd:121:0000:0000:a4f3:ffe2:9765 wird zu 3ffe:ffdd:121::a4f3:ffe2:9765 Die ersten 64 bit der IPv6-Adresse dienen standardmäßig der Netzadressierung, die letzten 64 bit können zur Host-Adressierung verwendet werden. Allerdings ist hier auch die Verwendung anderer Netzmaken möglich. Entscheidend für die Bedeutung einer IPv6 Adresse ist ihr Präfix. Der Präfix ist der erste Teil der Adresse bis zum Doppelpunkt, also die ersten 16 Bit. Um die Kompatibilität zu IPv4 zu gewährleisten, werden die 32-Bit der IPv4 Adresse in die letzten Stellen der 128 Bit Struktur des IPv6 übernommen. Somit sieht eine alte IPv4 Adresse im IPv6 Format folgendermaßen aus: 0:0:0:0:0:0:192.168.100.005
AutokonfigurationDer Router kann dem Gerät dann eine "Unicast"-Adresse aus seinem Adressbereich zuweisen, mit der das Gerät aufs Internet zugreifen kann. Der ganze Vorgang läuft ohne Benutzerintervention vollautomatisch ab und ist eine Verbesserung des IPv4-DHCP, da auch kein Server benötigt wird. Ein IPv6-fähiges Gerät ist so direkt startklar, was besonders für unerfahrene Endnutzer und ausgelastete Administratoren ein großer Vorteil ist. Mit IPv6 werden drei mögliche Verfahren für das Versenden der der Daten ermöglicht: Unicast, Anycast und Multicast.
Das IPv6 Datagramm
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