Ethernet


Generell versteht man unter Ethernet die Konfiguration eines lokalen Netzwerkes, die ursprünglich von DEC, Intel und Xerox entwickelt wurde. Ethernet ist also an sich der Name eines Produkts, das auf deutsch "Äthernetz" bedeutet. Dieses Netzwerkkonzept wurde erstmals 1980 vorgestellt.

Ca. 50% der heutigen LANs basieren auf dem Ethernet-Konzept. Das Ethernet zeichnet sich durch seine Stabilität, und Skalierbarkeit (Erweiterbarkeit) aus. Außerdem ist es kostengünstig und liefert gute Bandbreiten. Für ein Netzwerk der Ethernet-Technologie kommen die Topologien Bus und Stern in Frage. In der Bus-Architektur wird ein Koaxialkabel verwendet. Die beiden Enden des Busses sind mit Abschlusswiderständen (Terminatoren) von 50Ω bestückt. Die Hosts werden mit sogenannten Vampirklemmen direkt an das Kabel angeschlossen. Wenn dickes Koaxkabel verwendet wird spricht man auch von Thick-net, Vernetzung mit dünnem Koaxkabel wird als Thin-net bezeichnet. Heute gilt diese Variante des Ethernet-Konzepts jedoch als veraltet.
In der Sern Topologie kommt meist Twisted Pair Kabel eingesetzt. Hier besteht im eigentlichen Sinne jedoch nichts anderes als eine Bus-Topologie zwischen jedem einzelnen Host und den Netzkoppelelemten.

Das Ethernet zeichnet sich besonders durch die Verwendung des Zugriffsprotokolls CSMA/CD aus. Der für das Ethernet entwicktelte und weltweit anerkannte Standard ist IEEE 802.3. Dieser Standard beschreibt ein Bussystem auf dem die Datenübertragung unter Verwendung des CSMA/CD Protokolls erfolgt. Ursprünglich versteht man unter Ethernet auch eine Übertragungsrate von 10 Mbit/s. Die folgenden Bezeichnungen wurden in Bezug auf das Übertragungsmedium für 10 Mbit/s Ethernet-Systeme definiert:

Medium 10Base5
Thick
Coax
10Base2
Thin
Coax
10BaseT
Twisted
Pairs
10BaseFL
Fibre
Optic
Topologie logisch:
Bus
physik.:
Bus
logisch:
Bus
physik.:
Bus
logisch:
Bus
physik.:
Stern
logisch:
Bus
physik.:
Stern
Kabeltyp 50-Ω-Kabel
(Koaxial)
50-Ω-Kabel UTP Glasfaser
Stecker DB-15 AUI BNC RJ-45  
max. Segment-
länge in m
500 185 100 2000
max. Anzahl
an Stationen
pro Segment
100 30 1024 1024
max. Gesamt-
länge in m
2500 925 100 2000





Rahmenaufbau im Ethernet 802.3


Ethernet Rahmen

  1. Vorspann (Preambel)
  2. Ziel der Nachricht (Destination)
  3. Ursprung (Quelle) der Nachricht (Source)
  4. Länge (length)
  5. Nutzdaten (Data-Größe ist variabel)
  6. Prüfsumme (FCS: Frame Check Sequence)


Ziel- und Quelladresse eines Ethernet-Rahmens sind die Mac-Adressen der Hosts. Die Daten der Präambel sind für die Synchronisation der Netzwerkkarten zuständig.