- Bandbreite:
Bandbreite wird definiert, als die Menge an Information, die innerhalb einer
vorgegebenen Zeit, in einem Netzwerk übertragen werden kann. Die Einheit,
in der Bandbreite angegeben wird ist Bits pro Sekunde (bps). Daraus
ergeben sich Angaben wie kbps (Kilobits pro Sekunde), Mbps (Megabits pro Sekunde),
Gbps (Gigabits pro Sekunde) und Tbps (Terabits pro Sekunde).
Bandbreite
ist begrenzt, d.h. aufgrund physikalischer Gegebenheiten und der eingesetzten
Technologie, kann die Bandbreite eines Netzwerks variieren. So ist z.B.
ein Modem auf 56 kbps begrenzt, während mit DSL 1.536kbps (24 x ISDN)
Bandbreite möglich ist. Eine T1 hat eine Bandbreite von 1.544Mbps und
eine T3 sogar 45Mbps. So lässt sich sagen, eine T3 hat eine größere Bandbreite
als eine T1, was nicht bedeutet, dass die T3 die Daten schneller transportiert,
sie übermittelt nur eine größere Menge Informationen in der selben Zeit.
Mit Glasfaserkabeln ist theorethisch unbegrenzte
Bandbreite möglich, dies wird allerdings durch die heute verfügbare
Technologie ausgebremst.
Bandbreite ist nicht frei. Sie wird teuer gehandelt. Besonders im
WAN verdienen ISPs überwiegend an der Bandbreite, die sie ihren Kunden
zur Verfügung stellen. Im Laufe der Zeit ist der Bedarf an Bandbreite
enorm gestiegen. Diese Entwicklung wird auch so schnell kein Ende
nehmen, denn je mehr z.B. Multimedia und Streaming Video im Netzwerk
eine Rolle spielen, und je umfassender die Webapplikationen werden,
umso mehr Bandbreite wird benötigt.
Informationen fließen in Form von Bits durch ein Netzwerk.
Je mehr Bits nun innerhalb einer Sekunde von der Quelle bis zum Ziel
fließen können, umso höher ist die Bandbreite. Eine veranschaulichende
Analogie ist ein Wasserrohrsystem. Je dicker das Rohr ist, umso mehr
Bandbreite hat es, also umso mehr Wasser kann in einer bestimmten Zeit
durch das Rohr fließen. Genauso fließen die Daten elektronisch kodiert
durch ein Netzwerk.
- Datendurchsatz:
Ein herkömmliches LAN hat eine Bandbreite von 100 Mbps, was nicht bedeutet,
dass jedem User somit 100 Mbps zur Verfügung stehen. Dies ist nur unter
Idealbedingungen möglich, die in der Praxis so eigentlich nicht vorkommen.
Der Datendurchsatz gibt die Menge an Informationen an, die zu einem
bestimmten Zeitpunkt tatsächlich übertragen werden. Daraus ergibt sich, dass
der Datendurchsatz in der Regel viel geringer ist, als die Bandbreite.
Der Datendurchsatz ist abhängig von:
- den Netzwerkkomponenten
- den verwendeten Datentypen
- der Netzwerktopologie
- der Anzahl der User, die auf das Netz zugreifen
- den Workstations der User
- den Servern
- und den Stromversorgungsbedingungen. (Stromschwankungen, Brownout, Blackout, Spannungsspitzen)
- Datentransfer- Kalkulation:
Zum Berechnen der idealen Datentransferrate wird die Größe der Datei
durch die Bandbreite geteilt. Auf diese Weise erhält man die Zeit, die
eine Datei unter optimalen Bedingungen zum Transfer benötigt.
Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass Dateigrößen normalerweise
ist Megabyte angegeben werden. Man muss diese Zahl also zunächst mit 8
multiplizieren um auf die entsprechende Anzahl Bits zu gelangen.
| BW | = | Max. theoretische Bandbreite der langsamsten Verbindung zwischen Quelle und Ziel |
| P | = | Datendurchsatz zur Zeit des Transfers |
| T | = | Für die Übertragung benötigte Zeit |
| S | = | Dateigröße in Bits |
- Basisband:
Wenn auf einem Medium nur ein einziger Kanal abgewickelt wird, handelt es sich um
eine Basisbandübertragung. Dabei wird lediglich ein Frequenzbereich pro Kabel
verwendet.
- Breitband:
Werden bei einer Übertragung mehrere Kanäle verwendet (Frequenzmix) so handelt es sich
um eine Breitbandübertragung.
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