Texteditoren von UNIX-Systemen
Unter Unix gibt es mehrere Editoren mit unterschiedlichen Eigenschaften:
| ed | Zeilenorientierter Editor von AT&T UNIX bis Version V |
| ex | Erweiterung des ed-Editors, ebenfalls Zeilenorientiert |
| vi | Der vi ist ein bilschirmorientierter Editor (visual editor).
Der vi ist in den ex-Editor umschaltbar. Der vi ist auch
der Standard-Editor auf allen UNIX-Systemen und ist auf nahezu
jeder Distribution verfügbar. |
| pico | pico ist einfach zu erlernen, da alle Tastenkombinationen
am Bilschirm angezeigt werden. pico ist ein bildscirmorientierter
Editor im Textmodus. |
| kwrite | kwrite ist der Texteditor des KDE-Desktops. kwrite ist
leichter zu handhaben, da er unter einer Grafischen
Benutzeroberfläche läuft und sich auch wunderbar mit der
Maus bedienen lässt. Mit diesem Editor können auch Programmieraufgaben
erledigt werden, oder Konfigurationsdateien bearbeitet werden.
Vorsicht! Grafische Editoren verwenden Steuerzeichen, wobei
ein Tabulator z.B. durch Leerzeichen ersetzt wird. Einige
Konfigurationsdateien werden durch solche unauffälligen Fehler
unbrauchbar. |
| emacs und xemacs | Dies ist ein absoluter allround Editor, mit
integriertem Webbrowser, Taschenrechner oder sogar Mailsystem.
Für diesen Editor gibt es sogar komplette Entwicklungsumgebungen
für fast alle Programmiersprachen. |
Der vi-Editor
Der vi arbeitet in drei verschiedenen Modi:
- Der Befehlsmodus:
Jede vi-Sitzung beginnt im Befehlsmodus. Im Befehlsmodus können verschiedene vi-Befehle abgesetzt werden.
Die Befehle bestehen aus wenigen Buchstaben und dienen zum Positionieren des Cursors, zum Löschen,
Kopieren und Verschieben von Text, oder zum Umschalten in andere Modi.
- Der Eingabemodus:
Im Eingabemodus wird nur Text eingegeben. Das Löschen, Kopieren usw. muss im Befehlsmodus ausgeführt werden.
Früher musste der Cursor mit Hilfe der Buchstaben auf der Tastatur positioniert werden. Dies funktioniert immernoch,
jedoch können fast alle vi-Implementierungen heute die Steuerung mit den Cursortasten.
- Der Last-Line-Modus:
Bestimmte Operation können nur im Last-Line-Modus durchgeführt werden: Text suchen, Text laden und speichern,
Setzen von Editoroptionen, Durchführen von Shell-Befehlen ohne vi zu verlassen und Verlassen des vi (auch ohne Abspeichern)
Der vi-Editor wird mit dem Befehl vi [option] [datei] aufgerufen.
Beim Aufruf des vi wird der Inhalt der Datei in einen Textpuffer im Hauptspeicher geladen. Nur
innerhalb dieses Textpuffers werden Änderungen durchgeführt, so wird die Datei erst beim
tatsächlichen Speichern verändert.
Der Inhalt einer bereits existierenden Datei wird am Bildschirm dargestellt. Der Cursor
ist oben links positioniert. Die einzelnen Bilschirmzeilen, die noch nicht zum
Textpuffer gehören, werden durch eine Tilde (~) eingeleitet.
Mit dem Befehl :wq schreibt man den Inhalt des Textpuffers zurück in die Datei. Die alten Inhalte
der Datei werden damit überschrieben.
Mit einem einfachen :q beendet man die Sitzung, ohne die Datei zu überschreiben. Die Inhalte
des Textpuffers werden somit verworfen.
Befehle des vi:
- Cursorpositionierung:
|
| Beginn der nächsten Zeile |
|
| Zum Anfang des nächsten Wortes |
|
| Zum Anfang des vorherigen Wortes |
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| - |
|
Vorhergehende Bilschirmseite |
| n |
| Sprung zu Zeile n der Datei |
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| - |
|
Baut den Bildschirm neu auf |
- Text einfügen (Eingabemodus):
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| / |
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Am Zeilenanfang / vor dem Cursor einfügen |
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| / |
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nach dem Cursor / am Zeilenende anhängen |
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| / |
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Öffnen einer neuen Zeile vor / nach der aktuellen Zeile |
- Text löschen / kopieren:
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| Löscht das Zeichen unter dem Cursor |
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| |
|
Löscht die aktuelle Zeile |
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| / |
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Kopiert die gegenwärtige Zeile in den Hilfspuffer |
|
| / |
|
|
Kopiert die gegenwärtige Zeile in den Hilfspuffer |
- Nach Mustern suchen:
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muster
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Sucht vorwärts ab der Cursorposition nach muster
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muster
|
Sucht rückwärts ab der Cursorposition nach muster
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/
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Wiederholt den letzten Suchvorgang (vorwärts / rückwärts)
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