Samba


Samba ermöglicht es Windows Systemen auf Linux Dateifreigaben und Drucker zuzugreifen. Für die Windowsrechner erscheint der Linux Computer mit seinen Freigaben in der Domäne bzw. der Arbeitsgruppe als Windows Computer. Gleichzeitig sind unter Linux auch alle Windowsfreigaben sichtbar.

Verwendet wird hier das von Microsoft entwickelte SMB-Protokoll.
SMB (Server Message Block) ist ein Protokoll, das es erlaubt Festplattenplatz, Drucker und serielle Ports zwischen mehreren Computern zu teilen.

Bei einigen Linux-Distributionen - z. B. Redhat, S.u.S.E- besteht die Möglichkeit, Samba als Paket zu installieren. Bei einigen anderen Distributionen sind nur die Binärdateien von Samba als integrierter Bestandteil vorhanden.

Die folgenden zwei Dämonen werden vom Samba-Paket benötigt:

  1. smbd - Hierbei handelt es sich um den SMB-Daemonen.
  2. nmbd - Ermoeglicht den NetBIOS- Nameserver-Support für die Klienten.


Beide werden üblicherweise unter /usr/sbin installiert und werden entweder beim Booten durch die Start-Skripte oder über einen Eintrag in der inetd gestartet.


Die folgenden Binärdateien werden im Verzeichnis /usr/bin installiert:

smbclient SMB-Client für UNIX-Rechner
smbprintSkript zum Drucken auf an SMB-Host angeschlossenen Drucker
smbprint.sysvwie smbprint, auf Rechnern mit SVR4 UNIX
smbstatus Anzeigen der aktuellen SMB-Verbindungen des lokalen Hosts
smbrun Skript für Ausführung von Anwendungen auf einem SMB-Host
printSkript, Frontend für smbprint

Nachdem Samba auf dem System installiert ist, muss die Datei /etc/smb.conf angepasst, oder falls nicht vorhanden, erstellt werden.

Die Samba-Konfiguration für Linux oder andere UNIX-Rechner wird ausschließlich durch die Datei /etc/smb.conf gesteuert. Diese Datei bestimmt, welche Resourcen das System nach außen anbietet und welche Einschränkungen hierbei festgelegt sind.

Hier wird das Mitnutzen von Linux-Laufwerken und Linux-Druckern durch Windows-Rechner beschrieben. Da die hier vorgestellte Konfigurationsdatei smb.conf nur als Einstieg gedacht ist, wurde sie sehr einfach gestaltet.

Jeder Abschnitt der Konfigurationsdatei smb.conf beginnt mit einem Abschnittstitel. Dies sind u.a.:

global
homes
tmp
printers
public

Dabei sind den Abschnittstiteln folgende Bedeutungen zugeordnet:

global
In diesem Abschnitt werden Variablen definiert, die Samba für die Zuteilung aller Resourcen nutzt.

homes
In diesem Abschnitt wird einem Remote-User, also einen von einem anderen Rechner zugreifenden Benutzer, der Zugriff auf sein und nur sein Heimatverzeichnis auf dem Linux-Rechner ermöglicht. Diese Maschine muß allerdings im lokalen Netz eingebunden sein. Versucht also ein Windows-Benutzer mit dem Windows-Dateimanager, oder dem Windows-Explorer von seinem Windows-Rechner aus zu einem dem Linux-Rechner eingestellten Netzlaufwerk herzustellen, so wird er mit seinem persönlichen Heimatverzeichnis verbunden. Voraussetzung ist allerdings, daß der Windows-Benutzer eine Zugangsberechtigung für die Linux-Maschine besitzt.

printers
Hiermit werden die in der /etc/printcap spezifizierten Drucker den Klienten zur Verfügung gestellt.

Die folgende Beispieldatei smb.conf gestattet einem Remote-User den Zugriff auf sein Heimatverzeichnis auf dem Linux-Rechner und außerdem den Schreibzugriff auf ein temporäres Verzeichnis.


smb.conf

Um den Samba Server zu testen, gibt man folgende Zeile in der Shell ein:

rcnmb start && rcsmb start

Zum stoppen des Dienstes verwendet man:

rcnmb stop && rcsmb stop

Die aktuelle Samba Version und detaillierte Howtos sind auf http://www.samba.org zu finden.