Diskdump unter Linux/UnixMit dem Diskdump Befehl dd lässt sich mit Hilfe einer Zeile ein Abbild der gesamten Festplatte schaffen. Dies ist nützlich, bei wichtigen Daten, die man auf eine andere Festplatte spiegeln oder auf ein Bandlaufwerk sichern möchte. Der Unixbefehl dd benötigt immer zwei Angaben: Welche Datei / welches Verzeichnis soll dupliziert werden? Wohin soll die Datei / das Verzeichnis dupliziert werden? Syntax IDE-Festplatte 1 wird auf IDE-Festplatte zwei gespiegelt: $ dd if=/dev/hda of=/dev/hdb bs=128k if= Hier wird der "infile" angegeben. of= Hier wird der "outfile" angegeben. bs= Blockgröße (Blocksize), diese Angabe kann weggelassen werden, erhöht aber die Geschwindigkeit. Blockgröße: Ein Block ist eine fortlaufende Ansammlung von Bytes auf einem Datenträger. Bestimmte Geräte organisieren ihre Daten in diesen Blöcken ("block devices"), im Gegensatz zu anderen Geräten, die zeichenorientiert arbeiten ("character devices") und bei denen jeweils einzelne Bytes gelesen oder geschrieben werden. Um z.B. die erste IDE-Festplatte auf den ersten SCSI-Streamer zu sichern, wird der Befehl so angewendet: $ dd if=/dev/hda of=/dev/st0 bs=512 Sollte man aus Zeit- und Platzgründen nicht die gesamte Festplatte sichern wollen, so sollte man zumindest die wichtigsten Verzeichnisse berücksichtigen: / /home /etc /var Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist z. B. das Erstellen einer Boot-Diskette, indem der Kernel (vmlinuz) auf eine Diskette kopiert wird: $ dd if=/vmlinuz of=/dev/fd0 Mit einer solchen Diskette lässt sich das Linux-System sogar starten, nachdem eine spätere Windows-Installation den Boot-Sektor überschrieben hat. Der einfachste Weg zum Kopieren einer reinen Daten-CD ist: $ dd if=/dev/cdrom of=bla.iso 1349272+0 records in 1349272+0 records out Hierfür muss die CD nicht gemountet sein. Der Befehl dd ist unabhängig von der Art der Daten auf der CD. Allerdings können mit dd keine Audio-CDs oder VCDs kopiert werden. Musik wird mit anderen Programmen ausgelesen (cdda2wav). |