Punkt-zu-Punkt-Protokolle



Point-to-point-protocol (PPP)

Das Point-to-point-protocol, also Punkt-zu-Punkt-Protokoll wird zur Datenübertragung im Internet verwendet. Über das Punkt-zu-Punkt-Protokoll können Datenverbindungen zwischen zwei Geräten auf der Grundlage von Netzwerkprotokollen etabliert werden. Die meisten Einwahlverfahren nutzen PPP, um die Internetanmeldung abzuwickeln. Das Point-to-point-protocol ist in RFC 1661 spezifiziert und ermöglicht Übertragungsraten von bis zu 2 MBit/s.

PPP-Pakete können mehrere Netzwerkprotokolle enthalten, die dann alle über eine einzige Verbindung übertragen werden. Welche Protokolle das sind, wird beim Verbindungsaufbau zwischen den Kommunikationspartnern ausgehandelt. Außerdem wird die Authentifizierung der Teilnehmer über PPP realisiert.

PPP over ISDN

PPP over ISDN ist in RFC 1618 beschrieben. Dieses Protokoll ermöglicht die Nutzung des Internetprotokolls PPP über eine ISDN-Verbindung. Es legt dazu Regeln für die protokollunabhängige Übertragung von Paketen über ISDN fest. PPP over ISDN ermöglicht einen schnellen Verbindungsaufbau, Rufnummernübermittlung zur Identitätsprüfung und eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit durch die Verwendung der ISDN Features. Auch Kanalbündelung ist hier möglich, da die Verwendung von Multilink-Verbindungen unterstützt wird. Zudem werden die übertragenen IP-Pakete inklusive IP-Header komprimiert.

PPP over Ethernet

Der RFC 2516 liegt dem Protokoll PPPoE zugrunde. Ähnlich wie bei PPP over ISDN wird hier die Verwendung von PPP über Ethernetverbindungen möglich gemacht. PPPoE legt dazu Regeln für die protokollunabhängige Übertragung von Netzwerkpaketen über Ethernet fest. Dieses Protokoll wird vor allem bei Breitbandanbindungen wie ADSL oder TDSL verwendet. Anders als bei anderen PPP-Verfahren, sind bei PPPoE mehrere Verbindungen über einen Anschluss zeitgleich möglich.